Künstliche Befruchtung mit IVF und ICSI

Wenn eine Schwangerschaft trotz Kinderwunschbehandlung nicht eintritt oder bestimmte medizinische Voraussetzungen vorliegen, kann eine künstliche Befruchtung mittels IVF (In-vitro-Fertilisation) oder ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen.

Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Ihrer Eizellreserve, der Spermienqualität und der Ursache des unerfüllten Kinderwunsches ab. In der Kopelli Klinik beraten wir Sie individuell und wählen gemeinsam mit Ihnen die für Ihre Situation geeignete Behandlung.

Wie läuft eine IVF- oder ICSI-Behandlung ab?

  1. Hormonelle Stimulation der Eierstöcke KI optimiert

Zu Beginn der Behandlung werden die Eierstöcke mit Hormonen stimuliert. Dazu werden über mehrere Tage Hormonspritzen verabreicht, die in der Regel FSH (follikelstimulierendes Hormon) enthalten. Ziel ist es, dass mehrere Eibläschen (Follikel) gleichzeitig heranreifen. Wir arbeiten mit KI optimierten Stimulationsprotokollen.

Während der Stimulationsphase kontrollieren wir das Wachstum der Follikel regelmässig mittels Ultraschall. So können wir die Behandlung individuell an Ihre Reaktion auf die Stimulation anpassen.

  1. Auslösen der Eizellreifung und Eizellentnahme

Sobald die Follikel die geeignete Grösse erreicht haben, wird die abschliessende Reifung der Eizellen mit einer Hormonspritze ausgelöst.

Etwa 36 Stunden später werden die Eizellen durch eine Punktion der Follikel entnommen. Der Eingriff erfolgt unter Ultraschallkontrolle und kann mit einer kurzen Narkose oder entsprechender Schmerzmedikation durchgeführt werden.

  1. Befruchtung der Eizellen: IVF oder ICSI

Die gewonnenen Eizellen werden noch am selben Tag in unserem IVF-Labor in Pfäffikon SZ befruchtet. Je nach Ausgangssituation kommen zwei Verfahren infrage:

IVF – In-vitro-Fertilisation:
Bei einer IVF werden aufbereitete Spermien gemeinsam mit der Eizelle in eine Kulturschale gegeben. Die Befruchtung erfolgt anschliessend selbstständig durch eines der Spermien.

ICSI – Intrazytoplasmatische Spermieninjektion:
Bei deutlich eingeschränkter Spermienqualität kann eine ICSI sinnvoll sein. Dabei wird ein einzelnes gut bewegliches und morphologisch optimales Spermium unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle eingebracht.

Bereits am folgenden Tag können wir feststellen, welche Eizellen erfolgreich befruchtet wurden.

  1. Entwicklung der Embryonen

Die befruchteten Eizellen werden unter kontrollierten Bedingungen in speziellen Inkubatoren kultiviert und in ihrer Entwicklung beobachtet.

Nach etwa fünf Tagen können sich die Embryonen bis zum sogenannten Blastozystenstadium entwickelt haben. Eine Blastozyste besteht bereits aus zahlreichen Zellen und weist eine charakteristische, mit Flüssigkeit gefüllte Höhle auf.

  1. Embryotransfer

Eine geeignete Blastozyste kann anschliessend mit einem sehr dünnen Katheter in die Gebärmutterhöhle übertragen werden. Der Embryotransfer dauert nur wenige Minuten und ist in der Regel schmerzlos.

Um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft möglichst gering zu halten, wird heute in vielen Situationen bevorzugt ein einzelner Embryo übertragen. Maximal werden bei uns zwei Embryonen transferiert.

Sind weitere geeignete Embryonen vorhanden, können diese eingefroren (kryokonserviert) und für einen späteren Embryotransfer aufbewahrt werden.

IVF oder ICSI – welche Methode ist besser?

ICSI ist nicht grundsätzlich erfolgreicher als IVF. Entscheidend ist, welche Methode zur individuellen Situation des Paares passt.

Bei guter Spermienqualität kann eine klassische IVF ausreichend sein. Bei deutlich eingeschränkter Anzahl, Beweglichkeit oder Qualität der Spermien oder nach vorausgegangenen Befruchtungsproblemen kann eine ICSI die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung erhöhen. Falls eine genetische Testung der Embryonen vorgesehen ist, muss die Befruchtung mittels ICSI erfolgen.

Welche Methode wir empfehlen, besprechen wir mit Ihnen vor Beginn der Behandlung ausführlich.

Wie hoch sind die Erfolgschancen einer IVF oder ICSI?

Die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung sind individuell sehr unterschiedlich. Einer der wichtigsten Faktoren ist das Alter der Frau, da mit zunehmendem Alter sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Eizellen abnimmt und Chromosomenveränderungen in den Eizellen häufiger werden.

Weitere Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beeinflussen können, sind unter anderem die Eizellreserve, die Spermienqualität, Endometriose, Erkrankungen der Gebärmutter, chronische Erkrankungen, starkes Übergewicht und Rauchen.

Deshalb ist eine allgemeine Prozentangabe nur begrenzt aussagekräftig. In einem persönlichen Gespräch können wir Ihre individuelle Ausgangssituation beurteilen und Ihnen eine realistische Einschätzung Ihrer Erfolgschancen geben.

Kinderwunschbehandlung in der Kopelli Klinik

Unsere Ärztinnen verfügen über langjährige Erfahrung in der Reproduktionsmedizin. Diagnostik, hormonelle Stimulation und die weitere Betreuung werden individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.

Die IVF- und ICSI-Behandlungen führen wir in unserem IVF-Zentrum in Pfäffikon SZ durch. Unser modernes IVF-Labor arbeitet nach hohen Qualitätsstandards und wird regelmässig kontrolliert.

Uns ist wichtig, dass Sie jeden Schritt Ihrer Behandlung verstehen und sich gut betreut fühlen. Wir erklären Ihnen ausführlich, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie infrage kommen, welche Kosten entstehen und wie Ihre persönlichen Erfolgschancen einzuschätzen sind.

Gerne beraten wir Sie persönlich und planen gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte auf Ihrem Weg zum Wunschkind.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen, unverbindlichen Gespräch und erklären Ihnen die anfallenden Kosten in Ihrer Situation.

Häufige Fragen zu IVF und ICSI

Bei der IVF (In-vitro-Fertilisation) werden nach einer hormonellen Stimulation mehrere Eizellen aus den Eierstöcken entnommen und im Labor mit den Spermien zusammengebracht. Die Befruchtung findet ausserhalb des Körpers statt. Entwickelt sich daraus ein geeigneter Embryo, wird dieser nach einigen Tagen in die Gebärmutter übertragen.

Bei einer klassischen IVF werden Eizellen und Spermien im Labor zusammengebracht und die Befruchtung erfolgt selbstständig. Bei der ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) wird hingegen ein einzelnes Spermium gezielt direkt in eine Eizelle eingebracht. Eine ICSI kommt insbesondere bei deutlich eingeschränkter Spermienqualität oder nach vorausgegangenen Befruchtungsproblemen infrage.

Eine IVF oder ICSI kann beispielsweise bei verschlossenen oder geschädigten Eileitern, eingeschränkter Spermienqualität, Endometriose, länger bestehendem unerfülltem Kinderwunsch oder nach erfolglosen einfacheren Kinderwunschbehandlungen sinnvoll sein. Welche Methode geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab und wird nach einer sorgfältigen Abklärung gemeinsam mit Ihnen entschieden.

Zu Beginn werden die Eierstöcke hormonell stimuliert, damit mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Die Entwicklung der Follikel wird mittels Ultraschall und gegebenenfalls Hormonbestimmungen kontrolliert. Sind die Eizellen ausreichend gereift, werden sie im Rahmen einer kurzen Punktion entnommen und anschliessend im IVF-Labor befruchtet. Nach einigen Tagen wird in der Regel ein geeigneter Embryo in die Gebärmutter übertragen. Weitere geeignete Embryonen können unter entsprechenden Voraussetzungen eingefroren werden.

Die Eizellentnahme erfolgt entweder unter einer kurzen Narkose oder unter stärkeren Schmerzmitteln bei Bewusstsein und dauert meist nur wenige Minuten. Dadurch ist der Eingriff normalerweise gut verträglich. Anschliessend können vorübergehend leichte Unterbauchschmerzen oder ein Spannungsgefühl auftreten.

Vom Beginn der hormonellen Stimulation bis zur Eizellentnahme vergehen meistens etwa zwei Wochen. Wenige Tage nach der Eizellentnahme kann der Embryotransfer erfolgen, sofern keine Überstimulation besteht. Der genaue Ablauf und die Dauer können je nach gewähltem Behandlungsprotokoll und individuellem Ansprechen der Eierstöcke variieren.

Die Erfolgschancen hängen von verschiedenen Faktoren ab. Besonders wichtig sind das Alter der Frau, die Anzahl und Qualität der gewonnenen Eizellen und Embryonen sowie die Ursache des unerfüllten Kinderwunsches. Auch die Spermienqualität und individuelle medizinische Faktoren spielen eine Rolle. Deshalb besprechen wir Ihre persönlichen Erfolgschancen nach der Abklärung individuell und möglichst realistisch mit Ihnen.

IVF und ICSI sind etablierte Verfahren der Reproduktionsmedizin. Mögliche Risiken sind unter anderem Nebenwirkungen der hormonellen Stimulation, eine Überreaktion der Eierstöcke sowie sehr selten Komplikationen im Zusammenhang mit der Eizellentnahme. Durch individuell angepasste Stimulationsprotokolle und regelmässige Kontrollen versuchen wir, diese Risiken möglichst gering zu halten.

Ja. Geeignete Embryonen können kryokonserviert, also eingefroren, und für eine spätere Behandlung aufbewahrt werden. Dadurch kann bei einem weiteren Behandlungsversuch häufig auf eine erneute hormonelle Stimulation und Eizellentnahme verzichtet werden.

Bei einem Kryotransfer wird ein zuvor eingefrorener Embryo aufgetaut und in die Gebärmutter übertragen. Die Gebärmutterschleimhaut wird zuvor entweder im natürlichen Zyklus oder mit hormoneller Unterstützung auf den Embryotransfer vorbereitet.

Nach dem Embryotransfer muss 10 Tage abgewartet werden, bevor eine Schwangerschaft zuverlässig festgestellt werden kann. Wir vereinbaren mit Ihnen den geeigneten Zeitpunkt für die Bestimmung des Schwangerschaftshormons hCG im Blut.

In der Schweiz werden die Kosten einer IVF- oder ICSI-Behandlung von der obligatorischen Krankenversicherung derzeit grundsätzlich nicht übernommen. Bestimmte vorausgehende Abklärungen und Behandlungen können jedoch von der Grundversicherung gedeckt sein. Vor Beginn einer IVF- oder ICSI-Behandlung informieren wir Sie transparent über die zu erwartenden Kosten.

Die IVF- und ICSI-Behandlungen mit Eizellentnahme, Befruchtung und Embryokultur werden an unserem Standort in Pfäffikon SZ durchgeführt. Kinderwunschabklärungen sowie bestimmte Voruntersuchungen und Ultraschallkontrollen können auch an unserem Standort in Zürich erfolgen.