Kinderwunsch Praxis Zürich und Pfäffikon SZ

Social Freezing – Eizellen einfrieren für einen späteren Kinderwunsch

Social Freezing bezeichnet das vorsorgliche Einfrieren unbefruchteter Eizellen, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt zu erhalten. Für Frauen, die ihren Kinderwunsch aktuell noch nicht verwirklichen können oder möchten, kann das Anlegen einer Eizellreserve eine sinnvolle Option sein.

Die weibliche Fruchtbarkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab. Ab etwa Mitte 30 wird dieser Rückgang deutlicher. Dabei nimmt nicht nur die Anzahl der verfügbaren Eizellen ab, sondern auch deren Qualität. Insbesondere steigt mit zunehmendem Alter der Anteil von Eizellen mit chromosomalen Veränderungen.

Werden Eizellen in jüngeren Jahren eingefroren, bleibt ihre altersabhängige Qualität zum Zeitpunkt des Einfrierens erhalten. Social Freezing kann deshalb die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft mit eigenen Eizellen verbessern, wenn eine natürliche Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich ist.

Für wen kann Social Freezing sinnvoll sein?

Das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen kommt beispielsweise für Frauen infrage, die sich grundsätzlich Kinder wünschen, den passenden Zeitpunkt für eine Schwangerschaft aber noch nicht erreicht haben.

Gründe können unter anderem eine fehlende Partnerschaft, persönliche Lebensumstände oder berufliche Pläne sein. Entscheidend für die individuelle Beratung sind insbesondere das Alter der Frau und ihre aktuelle Eizellreserve.

Da die Qualität der Eizellen mit zunehmendem Alter abnimmt, ist der Zeitpunkt des Einfrierens für die späteren Erfolgschancen von grosser Bedeutung.

Wie funktioniert Social Freezing?

Der Ablauf entspricht in den ersten Schritten weitgehend einer IVF-Behandlung. Zunächst werden die Eierstöcke über mehrere Tage mit Hormonen stimuliert, damit mehrere Eibläschen (Follikel) gleichzeitig heranreifen.

Während dieser Zeit wird die Entwicklung der Follikel durch Ultraschalluntersuchungen und gegebenenfalls Hormonbestimmungen kontrolliert.

Wenn die Follikel ausreichend entwickelt sind, werden die Eizellen im Rahmen einer kurzen Eizellentnahme (Follikelpunktion) gewonnen. Der Eingriff erfolgt über die Scheide unter Ultraschallkontrolle und kann mit einer entsprechenden Schmerzmedikation oder in einer kurzen Narkose durchgeführt werden.

Die reifen Eizellen werden anschliessend mittels Vitrifikation, einem modernen Verfahren zum schnellen Einfrieren, kryokonserviert und für eine mögliche spätere Verwendung aufbewahrt.

Wie werden eingefrorene Eizellen später verwendet?

Wenn zu einem späteren Zeitpunkt ein Kinderwunsch besteht, wird normalerweise zunächst geprüft, ob eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg möglich ist. Falls dies nicht gelingt oder aufgrund des Alters beziehungsweise der individuellen Situation wenig erfolgversprechend ist, können die eingefrorenen Eizellen verwendet werden.

Dazu werden die Eizellen aufgetaut und im IVF-Labor der Kopelli Klinik in Pfäffikon SZ mittels ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) befruchtet. Dabei wird ein einzelnes geeignetes Spermium direkt in die Eizelle eingebracht.

Die daraus entstandenen Embryonen werden anschliessend im Labor weiterkultiviert. Ein geeigneter Embryo kann danach in die Gebärmutter übertragen werden.

Wie hoch sind die Erfolgschancen beim Social Freezing?

Die Erfolgschancen hängen von mehreren Faktoren ab. Besonders entscheidend sind das Alter der Frau zum Zeitpunkt der Eizellentnahme, die Anzahl der gewonnenen und eingefrorenen reifen Eizellen sowie deren Qualität. Da in der Schweiz die Eizellen maximal 2x 5 Jahre aufbewahrt werden dürfen, ist in den frühen dreissiger Jahren die  optimale Phase für ein social freezing.

Grundsätzlich gilt: Je jünger eine Frau beim Einfrieren ihrer Eizellen ist, desto besser sind in der Regel die späteren Chancen auf eine Schwangerschaft.

Social Freezing stellt jedoch keine Garantie für eine spätere Schwangerschaft dar. Wie viele Eizellen für eine realistische Chance auf ein Kind eingefroren werden sollten und ob dafür eine oder mehrere Stimulationsbehandlungen sinnvoll sind, lässt sich nur individuell beurteilen.

Wie lange dürfen Eizellen in der Schweiz eingefroren werden?

Die Kryokonservierung und Aufbewahrung von Eizellen ist in der Schweiz gesetzlich geregelt. Im persönlichen Beratungsgespräch informieren wir Sie über die aktuell geltenden gesetzlichen Bestimmungen und die möglichen Aufbewahrungsfristen.

Beratung zu Social Freezing in der Kopelli Klinik

Wenn Sie darüber nachdenken, Eizellen für einen späteren Kinderwunsch einfrieren zu lassen, beraten wir Sie gerne persönlich.

Anhand Ihres Alters, einer Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke und gegebenenfalls der Bestimmung des AMH-Wertes (Anti-Müller-Hormon) können wir Ihre aktuelle Eizellreserve einschätzen und mit Ihnen besprechen, ob und zu welchem Zeitpunkt Social Freezing für Sie sinnvoll sein könnte.

Die Stimulation, Eizellentnahme, Vitrifikation und spätere Befruchtung können in unserem IVF-Labor in Pfäffikon SZ durchgeführt werden.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen, unverbindlichen Gespräch und erklären Ihnen die anfallenden Kosten in Ihrer Situation.