Kinderwunsch Praxis Zürich und Pfäffikon SZ

Hormonelle Stimulation der Eierstöcke

Eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke kann bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt werden, um die Reifung eines oder mehrerer Follikel (Eibläschen) zu unterstützen und die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs und einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Welche Form der Hormonbehandlung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation und der Ursache des unerfüllten Kinderwunsches ab.

Wie funktioniert die hormonelle Stimulation?

Die Stimulation kann mit Tabletten oder Hormonspritzen erfolgen. Tabletten werden in der Regel während etwa fünf Tagen eingenommen. Bei einer Behandlung mit Hormonspritzen verabreicht sich die Patientin das Medikament meist über mehrere Tage selbst subkutan, also in das Unterhautfettgewebe.

In bestimmten Situationen werden beide Behandlungsformen miteinander kombiniert.

Während der Stimulation kontrollieren wir mittels Vaginalultraschall das Wachstum und die Anzahl der Follikel. Dadurch können wir die Behandlung individuell anpassen und den optimalen Zeitpunkt für den Eisprung bestimmen.

Eisprung gezielt auslösen

Sobald ein Follikel die entsprechende Reife erreicht hat, kann der Eisprung mit einer Hormonspritze ausgelöst werden. Dadurch lässt sich der Zeitpunkt des Eisprungs relativ genau bestimmen und optimal auf den Geschlechtsverkehr oder eine Insemination (IUI) abstimmen.

Nebenwirkungen und Risiken

Eine hormonelle Stimulation wird in der Regel gut vertragen. Wie bei allen Medikamenten können jedoch Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören beispielsweise Kopfschmerzen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen oder ein Spannungsgefühl im Unterbauch.

Bei einer stärkeren Reaktion der Eierstöcke kann es in seltenen Fällen zu einem Überstimulationssyndrom (OHSS) kommen. Dies tritt aber meistens nur nach einer IVF-Stimulation auf. Abhängig von der Art und Intensität der Stimulation kann das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft erhöht sein.

Hormonelle Kinderwunschbehandlungen können auch das Risiko für Thrombosen erhöhen. Bei entsprechenden persönlichen oder familiären Risikofaktoren prüfen wir deshalb vor Beginn der Behandlung, ob eine zusätzliche Gerinnungsabklärung sinnvoll ist.

Regelmässige Ultraschallkontrollen für eine sichere Behandlung

Um die Reaktion der Eierstöcke zu beurteilen und Risiken möglichst gering zu halten, wird die hormonelle Stimulation durch regelmässige Ultraschallkontrollen begleitet.

So können wir die Dosierung und den Zeitpunkt des Eisprungs individuell auf die Patientin abstimmen und gleichzeitig darauf achten, dass nicht zu viele Follikel heranreifen.

Unser Ziel ist eine möglichst sichere und individuell abgestimmte Kinderwunschbehandlung mit bestmöglichen Chancen auf eine Schwangerschaft.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen, unverbindlichen Gespräch und erklären Ihnen die anfallenden Kosten in Ihrer Situation.